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Küddelse

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Vierde-Küddelse
Karte von Soltau.png
Information
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Soltau-Fallingbostel
Koordinaten: 52° 52' 55" N 9° 43' 51" O
Einwohner: 280 (mit Vierde)
Postleitzahl: 29683 Bad Fallingbostel
Bürgermeister: Rainer Schmuck
Homepage: http://www.badfallingbostel.de

Küddelse ist ein Ortsteil von Vierde in der Stadt Bad Fallingbostel, Lüneburger Heide in Niedersachsen in der Bundesrepublik Deutschland. Küddelse liegt an dem kleinen Fluss Böhme und ist ländlich geprägt.

Gebürtige Oelfke in KüddelseBearbeiten

Sophie Wehrs, geborene Oelfke, erstgeborenes Kind der Luise Magdalena Sophie Oelfke, geb. Meyer, und des Heinrich Friedrich August Oelfke auf dem Leitzmannshof in Vierde heiratete Anfang der 1920er Jahre Hermann Wehrs, den Erben des Brammershofes in Küddelse. Für Sophie Wehrs, geb. Oelfke, blieb Küddelse ein Leben lang ihr Zuhause, wobei sie nach dem Verkauf des Brammershofes dann Räume in einem neu erbauten Haus auf dem Hofgelände bewohnt hatte. Im Jahre 1990 starb sie.

Die Geschichte von KüddelseBearbeiten

Küddelse wurde anno 1337 erstmals erwähnt, und zwar unter dem Namen "Kuddelse" zum Kuddi oder zu kudde, was übersetzt "Herde" bedeuten dürfte. Ein alter Flurname in Küddelse ist Barskamp (Reisigwald).

Die Sage um den BrammerhofBearbeiten

"In der Franzosenzeit ging es den Bauern sehr schlecht. Da soll in der Nähe des Brammerhofes ein französischer Offizier von dem Grossvater des alten Brammer erschlagen worden sein, er wurde seines Geldes beraubt. Da soll er kurz vor seinem Tode einen Fluch über den Hof ausgesprochen haben, dass er nie einen Hoferben haben sollte, solange ein Brammer ihn bewirtschafte."

Der traditionsreiche Name KüddelsmannBearbeiten

Eng verbunden mit der Geschichte von Küddelse ist der Familienname Küddelsmann. Hier eine Übersicht (entnommen aus dem Webaufrtitt der privaten Ahnenforschung Küddelsmann):

"Der Familiename Küddelsmann ist in Norddeutschland beheimatet. Heneke tho der Küddelse lebte im ausklingenden Mittelalter auf seinem Hof am Rande der Lüneburger Heide nahe Fallingbostel und fand anno domini 1438 erstmals urkundliche Erwähnung.

Wesentlich älter ist allerdings die Flurbezeichnung »Kuddesloh« und die zwei dazugehörigen Höfe: erstmals taucht der Name um 1100 auf.

Die beiden Namensbestandteile von »Kuddesloh« lassen sich nicht mit Sicherheit deuten.

Möglicherweise war es ein Vorfahre mit dem altsächsischen Personennamen »Kuddi«, aus dessen Vornamen über Umwege unser heutiger Familiennamen wurde.

In Orts- oder Flurnamen bezeichnet »...loh« ein mit Büschen oder Sträuchern bewachsenes Gelände, Wald oder dergleichen.

Der Hof oder das Land, das »Kuddi« gehörte, wurde wohl »Kuddis Loh« genannt, woraus schließlich »Küddelse« als Dorfname wurde. »zur Küddelse« als Familien- oder Beiname ist über lange Zeit für unsere Vorfahren belegt, allerdings wohl kaum im Sinne eines Adelstitels.

Mit preußischen Verordnungen zum Namensrecht um 1794, spätestens aber im Zuge der napoleonischen Namensrechtsreform von 1811 wurde »Küddelsmann« fester Familienname (für genauere Informationen und Quellen zum Namensrecht dieser Zeit wäre ich sehr dankbar).

In den Nebenlinien der weiblichen »Küddelsmänner« wurde der Nachname in früheren Zeiten nicht weitergegeben. Nach den diversen Reformen im Namensrecht der letzten Jahre ist dieses auch bei männlichen Nachkommen möglich, die den Namen ihrer Frau annehmen oder als Familiennamen festlegen. In der volkstümlichen Ahnenforschung wird die »Namenslinie« in der Regel für interessanter gehalten, da der Name als verbindenes Element über Generationen hinweg bleibt.

Da in den Nebenlinien dier Grad der »genetischen Verwandtschaft« derselbe ist wie in den Ästen, die den Familiennamen weitertragen, enthält unser Stammbaum auch viele dieser »Nebenlinien«, zum Beispiel:

Herrmann, Pohle, Wittenberg, Manke, Böttcher, Wagner, Bittrich, Böger, Drell, Schwarz, Norden, Adam, Dröschner, Lohmann, Ghomi, Hohls, Buchholz, Piel, Grüber, Pröhl, Schmidt, Menke, Riebesehl, Nadiani, Hellberg, Melchior, Cohrs, Christensen, Wolter, Plesse, Friese. (Eine ausführliche Liste ist im Online-Stammbaum zu finden.)" (Ende Originaltext, Küddelsmann-Ahnenforschung-Webseite)

Das Weichen für den TruppenübungsplatzBearbeiten

Zur Errichtung eines Truppenübungsplatzes in der Heidmark hatten um 1936 über 3.500 Bewohnerinnen und Bewohner ihre Heimat zu verlassen. Betroffen war auch ein Teil von Vierde-Küddelse. "Umgessiedelt" wurden damals aus Küddelse:

  • Heinrich Therkorn (49 Morgen umfassender Hof, "umgesiedelt" nach Kettenburg im damaligen Landkreis Fallingbostel)
  • Bruno Mohrmann (47 Morgen umfassender Hof, "umgesiedelt" nach Kettenburg im damaligen Landkreis Fallingbostel)
  • Heinrich Holtermann (45 Morgen umfassender Hof, "umgesiedelt" nach Meinern im damaligen Landkreis Soltau)
  • Wilhelm Bruns (49 Morgen umfassender Hof, neuer Wohnort nicht bekannt)

Der Brammer-Hof, auf dem Sophie Wehrs, geb. Oelfke, "einheiratete", blieb von der "Umsiedlung" verschont.

BilderBearbeiten

Kueddelsmann sen.jpg

In Küddelse: Hochzeit im Hause Küddelsmann. Die Familie Küddelsmann ist seit Jahrhunderten in Küddelse ansässig.


HochzeitsgesellschaftBearbeiten

Kueddelsmann vierde.jpg

Festgesellschaft: Hochzeit bei Küddelsmann in Küddelse.


Die QuellenBearbeiten

  • Buch "Die Heidmark" (Autor, Verlag wie auf der Hauptseite Oelfke beschrieben)

Externe LinksBearbeiten

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