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Eine Abbauerstelle wurde zumeist auf einem Grundstück betrieben, das von einem Hof "abgetrennt" worden war. Auch Mitglieder der Familien Oelfke betrieben solche Abbauerstellen, unter anderem in Oerbke und vermutlich auch in anderen Orten der Heidmark.

Die Entstehung von AbbauerstellenBearbeiten

Al die Bauern und Bäuerinnen im 19. Jahrhundert von ihren vielen grundherrschaftlichen Abgaben entlastet wurden, gehörte ihnen ihr Grund und Boden. So war es ihnen möglich, frei über ihr Land zu verfügen, denn es war ihr Eigentum.

Damit entwickelte sich auch in der Heidmark die Sitte, Grundstücke als "Kindesteil" oder als Mitgift an nachgeborene Töchter und Söhne abzutreten. Der Erbe des Hofes war, wie seit Jahrhunderten, auch weiter der erstgeborene Sohn. Die erstgeborene Tochter hatte nur das Erbrecht für den Hof, wenn keine Söhne in der Familie waren.

Wenn es die wirtschaftliche Situation des Hofes erlaubte, hatten nun "Nachgeborene" die Möglichkeit, eine "Abbauerstelle" vom Hof zu erhalten, die sie dann meistens im Nebenerwerb führten und die ihnen somit ein Auskommen gewährleistete.

Im "Deutschen Rechtswörterbuch" wird der Abbauer wie folgt beschrieben: "Abbauer, der sich im Dorfe auf einem vom Hofe abgetrennten Stück niedergelassen .."

Oelfkes auf Abbauerstellen in der HeidmarkBearbeiten

Oelfkes auf von ihnen gekauften AbbauerstellenBearbeiten

  • Abbauerstelle Nr. 17 in Oerbke: 1877 wird die Oerbker Schmiede auf einem Grundstück von 41 ar durch den Schmied Johann Heinrich Carl Oelfke errichtet. Das Grundstück ist vom Vollhöffner Harms gekauft. 1879 übernimmt Cord Heinrich Stolte, aus einer alten Schmiedefamilie aus Ostenholz stammend, die Schmiede. Der letzte Besitzer ist Fritz Stolte, geboren am 21.12.1864 in Ostenholz, verheiratet mi Louise Stolte, geb. Oelfke. Die stattliche Schmiede mit ihrer neuzeitlichen Einrichtung arbeitet für Kundschaft weit über die Grenzen Oerbkes hinaus. Im Zuge der "Umsiedlung", die um 1936 in der Heidmark zwecks Errichtung eines Truppenübungsplatzes stattfindet, haben die Stoltes zu verkaufen. Sie ziehen nach Stellichte im damaligen Landkreis Fallingbostel.
  • Abbauerstelle Nr. 23 in Oerbke: 1931 kauft der Forstarbeiter Hermann Oelfke das Haus in Oerbke, das am Totenwege von Johann Bischoff gebaut war, für 6.000 Reichsmark. 1936 hat Hermann Oelfke sein Anwesen allerdings schon wieder zu verlassen. Im Zuge der Umsiedlung, die zur Errichtung eines Truppenübungsplatzes in der Heidmark durchgeführt wird, hat er Haus und Grundstück zu verkaufen. Er zieht nach Fallingbostel.(Siehe auch: Buch "Die Heidmark", Seite 379)

Interne LinksBearbeiten

Externe LinksBearbeiten

Die QuellenBearbeiten

  • "Deutsches Rechtswörterbuch"
  • Buch "Die Heidmark" (Autor, Verlag siehe Hauptseite Oelfke)

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